Fragen und Antworten


Viele Bauherren haben viele verschiedene Fragen.

In diesem Bereich beantworten wir für Sie die gängigsten Fragen durch unsere Bauberater.




Die blauen Links im Text geben Ihnen weiterführende Infos und Antworten.

Bauherren fragen...


Was sind Planziegel?

Planziegel sind gebrannte Tonziegel, die im Gegensatz zu herkömmlichen Mauerziegeln (Blockziegel) nicht mit normalem Mörtel verarbeitet werden. Planziegel werden im Produktionsvorgang an beiden Auflageflächen (oben und unten) millimetergenau "plangeschliffen". Die Verarbeitung dieser maßgenauen "Präzisionsziegel" erfolgt mit Dünnbettmörtel. Dieser Mörtel wird mit einer Mörtelwalze aufgetragen (fast wie beim Farbeauftragen an der Wand) oder die Ziegel werden einzeln in den Mörtel eingetaucht (in einer Mörtelwanne). Die Fugen eines Planziegel-Mauerwerks sind nur noch ca. 1 mm dick. Der Mörtel wird automatisch mitgeliefert und ist verarbeitungsfertig - er braucht nur noch mit Wasser im Eimer angerührt werden.



Blockziegel oder Planziegel?
Worin liegt der Unterschied?


Das Blockziegelmauerwerk wird traditionell in einem 12 mm dicken Mörtelbett aus Leichtmauermörtel verlegt. Die Stoßfugen sind bei beiden Verfahren mörtelfrei verzahnt.

Das Planziegelmauerwerk wird schneller, einfacher, also zeitsparender und wirtschaftlicher verarbeitet als normales Mauerwerk. Die Mörtelfuge ist nur 1mm dick. Die bautechnischen Vorteile liegen in der verbesserten Wärmedämmung der kompakteren Wand, einer hohen Druckfestigkeit, der nahezu trockenen Bauweise und deswegen sehr geringen Bau-Feuchte. Mehr als 90 % herkömmlichen Mörtels werden eingespart, man braucht keinen Mörtelsilo mehr. Die Arbeit geht um ca. 1/3 schneller und der Rohbau ist früher fertig! Das spart kräftig Geld. Auch Hilfskräfte und besonders Selberbauer können mit Planziegel bestens und perfekt arbeiten bzw. selbst bauen.



Wie geht das mit der
Verarbeitung von Planziegeln?

Lesen Sie die ausführliche Verarbeitungs-Anleitung online auf unseren Internetseiten. Hier sehen Sie die einzelnen Schritte der einfachen Verarbeitung von Planziegel? Klicken Sie auf den Link!



Was versteht man unter
Planziegel VD-System ?

Durch die vom Ziegelwerk Bellenberg entwickelte VD Mörtelwalze wird gewährleistet, dass der Dünnbettmörtel vollflächig "deckelt". Die vollfugige Dünnbettmörtelschicht schließt die Ziegellagen wie beim herkömmlichen Mörtel.

VD Planziegel-Bausystem

Architekten, Statiker und Bauverarbeiter schätzen den bautechnischen Vorteil vollflächiger Dünnbettmörtel- Fugen als Sicherheitsreserve in der Wandverarbeitung:
Schallschutz, Luft- und Winddichtigkeit der Wand und die Wärmedämmung werden damit optimiert.
Hier sehen Sie die Verarbeitung des Planziegel VD-Systems.



Wie setzt sich der Bellenberger Dünnbettmörtel zusammen?

Bellenberger Dünnbettmörtel enthält als Bindemittel Zement nach DIN EN 197 und rein mineralische Zuschlagstoffe gemäß DIN EN 13 139. Bei den verwendeten Additiven handelt es sich um Produkte auf organischer Basis. Die dosierten Mengen sind sehr gering und nur wirksam als Verarbeitungshilfe in der Nassphase des Mörtels. Sie sind daher grundsätzlich als "unbedenklich" einzustufen. Bellenberger Dünnbettmörtel ist auf mineralischer Basis und nicht kunststoff-gebunden. Ein in der Zusammensetzung vergleichbarer Dünnbettmörtel wurde von einem anerkannten Institut auf Schadstoffe hin untersucht und als "unbedenklich" eingestuft.

Weitere Informationen im Detail entnehmen Sie bitte dem Sicherheits-Datenblatt, das Sie hier im Download als Pdf-Datei finden. (Dateigrösse ca. 65 KB).



Worin liegen die Vorteile der
einschaligen Ziegelwand?


Die bewährte einschalige Ziegelwand zeichnet sich durch einfachen Wandaufbau, schnelle Herstellung und Langlebigkeit bei niedrigen Unterhaltskosten aus. Sie stellt an den Handwerker keine besonderen Anforderungen, weil er mit dieser Bauweise aus der Praxis vertraut ist.

Lesen Sie unseren Bereich Baudetails mit Konstruktionszeichnungen zur Planung massiver Ziegelwände.
Wir bieten Ihnen wichtige bautechnische Details zur Planung als fertige Architektenzeichnung an. Siehe Link.

Ziegelmauerwerk ist diffusionsoffen und trocknet nach innen und außen schnell aus. Das wirkt sich auf den realen Heizenergiebedarf aus, denn nur trockene Bauteile haben die theoretisch angesetzte Wärmedämmung auch in der Praxis. Diffusionsoffene Wärmedämmputze verbessern die Wärmedämmung einschaliger Wände zusätzlich. Sie verhalten sich brandtechnisch wie ein mineralischer Außenputz, das heißt, sie verbessern die Feuerwiderstandsdauer der Wand.

Ökologisch denkende Architekten, Bauunternehmen und Bauherren, die Bauen un Umwelt in Einklang bringen, schätzen an einschaligen Wänden den klassischen, rein mineralischen Aufbau - ohne "künstliche" Zusätzdämmung der Außenwand.

Ökologische Aspekte: Der Rohstoff für Ziegel kommt aus dem Boden unseres Umfeldes und wird heute mit modernsten Anlagen ebenso umweltschonend und sorgsam bearbeitet (siehe Link).
Ziegel geben keine schädlichen Stäube, Fasern oder Gase ab.
Bei späterem Abbruch des Gebäudes entstehen keine Probleme bei der Materialtrennung. Monolithische Ziegelwände lassen sich einfach entsorgen und das Ziegelmaterial ist sogar wiederverwertbar.

Was bedeuten eigentlich
"Lambda-Wert" / "U-Wert"?


Die wichtigsten Größen zur wärmetechnischen Beurteilung von Außenwänden sind die Wärmeleitzahl "Lambda" (Lambda R) und der Wärmedurchgangskoeffizient, kurz "U-Wert".

Lambda gibt an, welche Wärmemenge in Watt stündlich durch einen Quadratmeter einer 1 Meter dicken Stoffschicht geleitet wird, wenn beide Oberflächen einen Temperaturunterschied von einem Grad Celsius aufweisen.
Im Lexikon der Bautechnik finden Sie weitere Erklärungen zum Lambda-Wert. Klicken Sie auf den Link!


Der U-Wert gibt an, wie groß die in Watt gemessene Wärmemenge ist, die durch einen Quadratmeter Wandfläche innerhalb einer Stunde tritt, wenn die Lufttemperatur zu beiden Seiten der Wand sich um ein Grad Celsius unterscheidet. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist der Wärmeschutz.
Im Lexikon der Bautechnik finden Sie weitere Erklärungen zum U-Wert. Klicken Sie auf den Link!



Was ist beim Verputzen von
hochwärmedämmenden Ziegeln
zu beachten ?

Verputztes Ziegelmauerwerk ist eine seit langem bewährte Außenwand-Konstruktion. Seine große Verbreitung beruht auf der hohen Ausführungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und der Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten. Putze und Ziegel sind mineralische Baustoffe, die sich in der Wand in idealer Weise ergänzen. Für wärmedämmendes Ziegelmauerwerk haben sich besonders Leichtputze nach DIN 18550-4 bewährt. Die Putzmörtelhersteller bieten seit kurzem Faserleichtputze an. Diese Putze sind speziell auf hochwärmedämmende Putzuntergründe abgestimmt.

Putzempfehlungen der Putzmörtelanbieter finden Sie in unserem Downloadbereich aufgelistet. Klicken Sie auf den Link!

Allgemeines Merkblatt zum Thema Verputzen:
In dem gemeinschaflichen Merkblatt "Außenputz auf Ziegelmauerwerk - einfach, sicher, wirtschaftlich" haben die Industrieverbände die wichtigsten Hinweise für fachgerechtes Verputzen auf Ziegelmauerwerk zusammengestellt. Sie können das Merkblatt im Downloadbereich herunterladen.



Kann ich auch die Keller-
Aussenwände aus Ziegeln
bauen?

Für die Lastfälle 1-3 nach der DIN 18195 ist bei geeigneter Wahl der Abdichtung die Ausführung eines Ziegelkellers - also eines Keller aus reinem Ziegelmauerwerk - völlig unproblematisch.

Ziegelkeller

Der natürlich porosierte Planziegel der ein idealer Baustoff auch für Kellerwände. Er liefert hervorragenden Wärmeschutz und die notwendige Wärmespeicherung ohne Mehrkosten, erzeugt ein gutes und gesundes Raumklima, hat große Festigkeit und läßt sich zudem noch äußerst rationell verarbeiten.

Das Kellermauerwerk aus Planziegel benötigt keine Zusatzdämmung. Die Kapillarität des Ziegels wirkt günstig auf das Raumklima aus. Wir beraten Sie gerne.



KfW 40 und KfW 60 Fördermittel, kann ich diese auch in Ziegelbauweise erhalten ?

Natürlich können Sie ihr Traumhaus in der Ziegelmassivbauweise erstellen und diese Fördermittel nutzen. Die Gebäudetechnik und die Konstruktionsausführung des Gebäudes müssen aufeinander abgestimmt sein. Es ist mit dem Einsatz von hochwärmedämmenden Ziegeln auch möglich, Passivhäuser zu errichten.

Wir beraten Sie gerne.



Kann ich in hoch wärmedämmenden Ziegeln normale Dübel verwenden ?

Selbstverständlich können Sie in allen hochwärmedämmenden Ziegeln normale Dübel verwenden. Wichtig ist, dass Sie das Schlagbohren am Gerät unterdrücken bzw. ausschalten.
Sie können einen Standart Metallbohrer verwenden, d.h. es muss kein Steinbohrer sein. Somit ist die Größe des Dübelloches bzw. die bestmögliche Spreitzwirkung des Dübels gewährleistet.

Dies gilt auch für alle anderen hochwärmedämmenden Mauerwerksprodukte (siehe Beschreibungen der Dübelhersteller).




Weitere Fragen beantworten Ihnen gerne unsere Bauberater direkt.

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